Drei Bücher, die dich nach Island bringen

Vor kurzen habe ich ein Buch gelesen, das mir aufgrund der dichten und packenden Atmosphäre Angst vor einem Land, mich aber gleichzeitig auch noch sehr viel neugieriger darauf gemacht hat. Ich konnte bisher noch nicht genau begründen, warum es immer dieses Land ist, das diese Faszination in mir auslöst, aber das muss ich auch gar nicht. Es ist so und das reicht. Ganz bewusst habe ich erst drei Bücher gelesen, die in Island spielen – und das ist auch das Land, von dem ich rede. Ein Fantasy-Kinderbuch, einen historischen Roman, der eine reale Geschichte erzählt, und einen Thriller, der hoffentlich nichts mit der Realität zu tun hat.

Skógar

Island, wie viele von euch es sich vielleicht vorstellen. Diese Häuser stehen in Skógar, ein Dorf mit ungefähr 25 Einwohner*innen. (Foto: Pixabay)

Island scheint ein ganz besonderes Land zu sein, in meinem Kopf ist es das jedenfalls. Ich war noch nie dort und alles was ich davon höre oder lese, macht diese Insel für mich nur noch geheimnisvoller. Relativ kleine Fläche, darauf ziemlich wenige Menschen, ein ganz anderes Leben, als ich es kenne.

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Fayra — Das Herz der Phönixtochter von Nina Blazon

Wann immer Nina Blazon ein Buch für junge Leser*innen herausbringt (korrigiere: wann immer sie ein Buch herausbringt, egal für welche Zielgruppe), bin ich bereits verzückt, wenn ich den Klappentext auch nur anlese. Bei Fayra — Das Herz der Phönixtochter war es wieder genauso. Ein altes Herrenhaus und ein geheimnisvoller Park dahinter? Das kann ja nur atmosphärisch genial werden. Zudem mochte ich die jungen Charaktere in Nina Blazons Romanen bisher jedes Mal sehr gern, weil diese immer sehr vielschichtig waren. So ist es auch bei der ruhigen und auf ihre ganz eigene Weise mutigen Protagonistin Anna-Fee in dieser Geschichte.

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Im Glashaus gefangen zwischen Welten von Devakumaran Manickavasagan

Cover Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 beweist noch mal mehr, wie wichtig es ist, dass Bücher mit und über Menschen mit Migrationshintergrund existieren und gelesen werden. In Im Glashaus gefangen zwischen Welten: Ein Leben zwischen zwei Kulturen erzählt Devakumaran Manickavasagan von seinen Erfahrungen, seiner Familie, der tamilischen Kultur und einem Leben mit diesem Hintergrund in Deutschland. Sein Vater kam zunächst allein nach Deutschland, bis einige Jahre später seine Mutter mit Devakumarans Geschwistern vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka fliehen konnte. Nicht nur die Ankunft der Eltern in Deutschland wird beleuchtet, sondern auch die Kindheit und Jugend des Autors sowie die einiger weiteren Tamil*innen im Exil, mit denen er gesprochen hat.
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Seenotrettung und Suppen für Syrien

Ende März 2017 erschien die deutsche Ausgabe des Kochbuchs „Suppen für Syrien“ von Barbara Abdeni Massaad, mit einem Vorwort von Rafik Schami, im DuMont Verlag. Doch es ist mit den 80 Rezepten aus aller Welt nicht nur ein reines Kochbuch, sondern hilft direkt Menschen in einem Flüchtlingscamp in Beirut, Libanon. Die Gewinne aus dem Verkauf des Kochbuches gehen zu 100% an Schams e.V. und helfen dort geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Elif hat bereits ausführlich über die Organisation berichtet. Zusätzlich hat Mareike über einen Teil der Fluchtursachen geschrieben: Den Bürgerkrieg in Syrien. Ich möchte mich heute einem Thema widmen, das für die Flüchtenden wichtig ist, die nicht in einem Camp unterkommen konnten, das für sie sorgen kann und in dem sie (so) sicher (wie möglich) sind. Solche Menschen also, die zum Beispiel den Weg über das Mittelmeer nach Europa wagen müssen.

Früher

1819 stellte der französische Künstler Théodore Géricault sein Gemälde „Das Floß der Medusa“ fertig, das heute im Louvre hängt. Es zeigt eine Szene, die sich einige Jahre zuvor ereignet hatte: Die Fregatte „Méduse“ lief auf Grund, konnte sich nicht mehr befreien und hatte für die Rettung der 400 Menschen nur sechs Boote zur Verfügung. Aus Masten und weiteren Teilen der „Méduse“ wurde also ein Floß gebaut, das die restlichen rund 150 Menschen aufnehmen musste. Natürlich war es nicht seetüchtig und am Ende überlebten nur 10 Menschen. Forderungen nach menschenwürdiger Seenotrettung wurden daraufhin seitens europäischer Gesellschaften laut. Géricault schuf dieses Gemälde als Erinnerung an diesen grauenvollen Vorfall [1].

Das Floß der Medusa, Théodore Géricault

Das Floß der Medusa, Théodore Géricault, Öl auf Leinwand

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Der Drachenjäger: Die erste Reise ins Wolkenmeer von Bernd Perplies

Bernd Perplies kann Drachen. Nach drei Büchern um und mit Drachen, die ich von ihm gelesen habe, wage ich das gern zu behaupten – für den ersten Teil vom Imperium der Drachen gab es schließlich auch den Deutschen Phantastik Preis 2015 – und ich freue mich gleichzeitig, dass noch weitere Bücher auf mich warten. Bei Fischer TOR erschien nun der Auftakt zur Drachenjäger-Reihe, in dessen Klappentext von Drachen, Flugschiffen, fanatischen Jägern und einem Wolkenmeer die Rede ist. Ich war aufgeregt und zwar, wie sich beim Lesen herausstellte, zurecht.

Cover Der Drachenjäger

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