Phoenix — Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick

Cover Phoenix - Tochter der Asche

Für Phoenix — Tochter der Asche hat Ann-Kathrin Karschnick 2014 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman in Empfang nehmen dürfen, deshalb war ich natürlich umso gespannter auf dieses Buch. Ann-Kathrin selbst hat ihre Phoenix-Reihe auf einer Lesung mal als Teslapunk-Dystopie beschrieben, klingt nach einem geilen Konzept, oder? Teslapunk ist wie Steampunk, nur eben nicht mit Dampfmaschinen, sondern mit den Erfindungen von Nicola Tesla. Die Geschichte selbst hat zwei Protagonisten, deren Sichtweisen abwechselnd erzählt werden: Zum einen den Ermittler der Kontinentalarmee Leon, der eine ungewöhnliche Mordserie aufklären soll, zum anderen die Phoenix Tavi, eine der letzten ihrer Art in Hamburg, wenn nicht gar ganz Europa, die ihr wahres Ich unbedingt vor der Kontinentalarmee und den herrschenden Saiwalo verstecken muss.
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Das Feuerzeichen von Francesca Haig

Cover Das Feuerzeichen

In letzter Zeit hört man oft, dass Dystopien auf dem absteigenden Ast und eher unbeliebt sind. Ob es also Glück, Zufall oder ein Risiko ist, dass der Heyne fliegt-Verlag dennoch die Feuerzeichen-Reihe übersetzt: Ich freue mich sehr darüber, so viel darf schon mal gesagt sein. Obwohl ich die Übersetzung an einigen Stellen recht holprig fand, wird diese doch im deutschsprachigen Raum hoffentlich viel Aufmerksamkeit auf die Bücher lenken. Zwillinge sind für mich immer ein spannendes Thema, Francesca Haig hat es zudem auch noch mit dystopischen Elementen vermischt, die ein unglaublich tolles Konzept bilden. Das Feuerzeichen ist zwar stellenweise ein etwas langatmiger Jugendroman, kann aber dennoch neben dem kreativen und beängstigenden Setting eine faszinierende Geschichte bieten.
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The Queen of the Tearling von Erika Johansen

Cover The Queen of the Tearling

Ich bin mit der Erwartung an dieses Buch herangegangen, eine spannende und interessante Fantasy-Geschichte zu lesen und wurde nicht nur in dieser Hinsicht komplett enttäuscht. Zunächst einmal ist The Queen of the Tearling / Die Königin der Schatten nicht wirklich Fantasy, sondern eher eine Dystopie. Die Geschichte spielt in einer fernen Zukunft und porträtiert eine Gesellschaft, die wieder in die Zeit des Mittelalters zurückgefallen ist. Vor vielen Jahren gab es mit dem “Crossing” eine Besiedelung eines neuen Kontinents und so wurde unter anderem das Königreich Tearling gegründet. Mit vielen Schiffen überquerten sie das Meer, mit dem Ziel von nun an autark und in Frieden zu leben, doch Gegebenheiten der Natur und die umliegenden Königreiche machten den Einwohnern das Leben schwer. Kelsea, die Protagonistin, soll die nächste Königin werden. Da das Leben der Königinnen und Anwärterinnen jedoch zu jedem Zeitpunkt gefährdet ist und sie das Amt sowieso erst mit 19 antreten kann, verbringt sie zu ihrem Schutz ihr komplettes Leben in einer einsamen und versteckten Hütte mit ihren Zieheltern, die gleichzeitig ihre Lehrer sind. Das Buch beginnt damit, dass sie abgeholt wird, um in den Palast gebracht und Königin zu werden.
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