Eine Prinzessin und Weihnachten: Die Illustrationen von Lydia Rode

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Roman von Walter Moers erinnern: Es war „Rumo & die Wunder im Dunkeln“ und ich habe ihn auf einer nächtlichen Busfahrt nach London gelesen. Ich war sofort fasziniert von der Geschichte, der Kreativität, den Wortwitzen und vor allem den Zeichnungen darin. Ich wünschte, ich könnte spontan in die kleine Stadtbücherei fahren und mir diesen dicken Klopper, der eigentlich überhaupt nicht für eine Reise geeignet war, noch mal ausleihen. Seitdem verfolge ich die Zamonien-Geschichten mit großer Begeisterung, warte wie viele andere darauf, dass (ob?) „Das Schloss der träumenden Bücher“ endlich erscheint, freue mich aber auch über jedes Buch, das bis dahin erscheint. Walter Moers hat in der Zwischenzeit nämlich Unterstützung bekommen: Lydia Rode illustrierte bisher einen Roman und eine Weihnachtsnovelle und gab den Büchern, die zwar immer noch ganz im Moers-Stil daherkommen, eine neue, verträumte Atmosphäre.

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Keine Helden — Piraten des Mahlstroms von Nils Krebber

Keine Helden – Piraten des Mahlstroms hat den mit Abstand verwirrendsten Buchtitel des Jahres. Wenn Eberhart, Aurelia und die restliche Truppe keine Helden sein sollen, wer denn dann? Nun gut, der Leitsatz in dieser Geschichte ist „Was soll schon schief gehen?“ und die einzige mögliche Antwort darauf ist zu jeder Zeit: „Alles“. Aber nur, weil der Plan schief läuft, muss das nicht heißen, dass die Helden ihr Ziel nicht auf einem anderen Weg erreichen können. Seht ihr, Logik ausgetrickst, die sind alle Helden.

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Phantastik von Schwarzen Autorinnen: zwei Empfehlungen

Seit vielen Jahren lese ich fast täglich und der überwiegende Anteil meines Lesejahrs besteht aus Phantastik-Titeln. Ich habe nicht schon immer darauf geachtet, wer die Bücher geschrieben hat, die ich gern lese. Zwischendurch sind einige Autor*innen heraus gestochen und dann habe ich gezielt deren Werke gekauft, wie man das eben mit Lieblingsautor*innen so macht. Ansonsten habe ich Klappentexte gelesen oder mir etwas empfehlen lassen. Und so kam es, dass mein Bücherregal irgendwann aussah wie viele andere auch: Bücher von weißen, männlichen Autoren reihten sich aneinander. Das zu bemerken, hat etwas gedauert, aber vor ein paar Jahren kam die Eingebung: Cindy, achte doch mal mehr drauf, von wem du liest! Also fing ich an, meine Regale diverser zu gestalten: mehr Autorinnen, mehr queere Autor*innen, mehr Autor*innen of Color, mehr Schwarze Autor*innen. Seitdem ich gezielt darauf achte, habe ich einige wirklich tolle Romane gelesen und ich möchte euch heute zwei Werke aus der Phantastik vorstellen, die von Schwarzen Frauen geschrieben wurden. Children of Blood and Bone: Goldener Zorn von Tomi Adeyemi reiht sich in die Fantasy ein, Zerrissene Erde von N.K. Jemisin ist ein Science Fiction und Endzeit-Roman. Es freut mich, dass deutschsprachige Verlage immer mehr diverse Bücher verlegen und vieles davon auch übersetzen lassen, sodass Leser*innen hier die Chance bekommen, diese Werke zu lesen und andere Sichtweisen kennenzulernen.

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Der Weltenfinder von Bernd Perplies

Mit Der Weltenfinder lässt uns Bernd Perplies schon zum zweiten Mal das Wolkenmeer bereisen. Vor gut einem Jahr habe ich den Drachenjäger gelesen und war bereits fasziniert von dieser Welt und hätte mir gewünscht, dass das Buch noch viel mehr Seiten hätte. Nun gibt es gleich ein ganzes zweites Buch, das ist noch viel cooler. Es handelt sich nicht um eine Fortsetzung, sondern um eine eigenständige Geschichte in derselben Welt mit einem anderen Protagonisten und anderen Zielen. Charaktere aus dem Drachenjäger tauchen hier und da für kurze oder auch längere Zeit dennoch auf und bringen tolle Erinnerungen an die erste Reise mit. Doch selbst ohne Kenntnis des ersten Buches erwartet euch im Weltenfinder ein eindrucksvolles Abenteuer.

Cover Der Weltenfinder

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Zeitlose: Simeons Rückkehr von Eva-Maria Obermann

So lange schon wollte ich einen Roman von Eva-Maria Obermann lesen, dass ich es jetzt kaum fassen kann, nach zwei Tagen schon wieder fertig zu sein. Ich mag ihre Blogbeiträge, es gefällt mir, was sie auf dem Literaturcamp über ihre literaturwissenschaftliche Dissertation erzählt hat, und endlich konnte ich was längeres von ihr lesen. Und dann hatte ich die 340 Seiten am zweiten Tag schon durch. Tja, spricht fürs Buch.

Cover Zeitlose: Simeons Rückkehr

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