Am Freitag sehen wir uns wieder von Karin Koch

Ich habe nun bereits einige Jugendromane gelesen, die sich mit Rassismus beschäftigen und damit, was passiert, wenn junge Menschen auf andere junge Menschen treffen, die gerade erst hierhergekommen sind und sich unsicher – wenn nicht gar voller Angst – fühlen, was nun aus ihnen wird. Vor ein paar Tagen erst wurden Abschiebungen nach Afghanistan wegen des Anschlags in Kabul vorerst ausgesetzt. Viele Menschen sehen wohl nur solche extremen Nachrichten, reagieren entsetzt, wütend oder mit einer gewissen Genugtuung. Karin Koch nimmt sich unter anderem dem Thema der Abschiebung in Am Freitag sehen wir uns wieder an. Die Protagonistin Juni trifft auf Sahal aus Somalia, der immer noch wirkt, als wäre er auf der Flucht.

Cover Am Freitag sehen wir uns wieder

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Tote Helden von Michael Peinkofer

Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, mehr Phantastik aus dem deutschsprachigen Raum zu lesen, und hatte das Gefühl, dass es mit Micheal Peinkofer noch einen Autor gibt, mit dem ich eine Lücke schließen sollte. Tote Helden war also mein erstes Buch von ihm und ich habe nun erst recht das Gefühl, dass Peinkofer in jedes gut sortierte Phantastik-Regal gehört. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Reihe um die Legenden von Astray. Der erste Band begleitet zu großen Teilen die Wege zweier Protagonisten, deren Zusammenhang zunächst unklar bleibt. Der fahrende Sänger Rayan scheint auf der Flucht und gleichzeitig auf der Suche nach etwas zu sein, der Zwerg Lorymar Thinkling ist der persönliche Hofnarr des Königs Astyragis pan Tyras.

Cover Tote Helden

Die toten Helden dürfen die ersten Sonnenstrahlen genießen

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Das Schicksal der Sterne von Daniel Höra

Cover Das Schicksal der Sterne

Adib und Karl, zwei Menschen, die auf der Flucht waren. Der eine ist gerade erst in Berlin angekommen, der andere ist schon viele Jahre da. Karl wurde als Fünfzehnjähriger nach dem zweiten Weltkrieg mit seiner Mutter und Schwester aus Schlesien vertrieben und Adibs Familie musste Afghanistan verlassen, weil sie von den Taliban verfolgt werden. Die beiden verbindet auf der einen Seite überhaupt nichts, auf der anderen einfach alles. In Berlin laufen sie sich zufällig über den Weg und werden Freunde.
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Funtastik: Skurrile und vielseitige Geschichten

Humor ist ja bekanntlich so eine Sache und wie vieles andere höchst abhängig vom Geschmack. Auch bei mir hat er es nicht immer leicht und deshalb bin ich bei humorvollen Geschichten zunächst skeptisch. Trifft es meinen Humor nicht, und das kommt leider recht häufig vor, so hat das ganze Buch kaum noch eine Chance. Auf Funtastik wollte ich mich aber dennoch voll stürzen, denn zwischen den 14 Geschichten muss auch etwas für mich dabei sein. Und genauso war es dann auch. Funtastik ist eine unglaublich vielfältige und abwechslungsreiche Anthologie voller humorvoller Geschichten aus der Phantastik, von High Fantasy über Steampunk zu Science Fiction – oder auch eine Mischung aus allem. Skurril, witzig, einfallsreich und absichtlich klischeehaft, das sind nur einige Begriffe, die diese Kurzgeschichtensammlung beschreiben. Weitere Details möchte ich gern in den Besprechungen der einzelnen Werke preisgeben.

Cover Funtastik
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Omni von Andreas Brandhorst

Cover Omni

Omni ist das vierte Buch von Andreas Brandhorst, das ich direkt nach Erscheinen gelesen habe. Das ist an sich auch schon eine Aussage. Die Zukunftsvisionen, die der Autor mir in seinen Büchern lebhaft präsentiert, gefallen mir. Nicht unbedingt, weil ich mir wünsche, dass es für die Menschheit so eintritt, sondern weil mir die Eindringlichkeit und die Detailfülle gefallen, mit denen Andreas Brandhorst diese Bilder heraufbeschwört. In Omni sind es diesmal nicht die künstlichen Intelligenzen, die die Herrschaft über das Weltall an sich gerissen haben (wie es noch in Das Schiff war), sondern Superzivilisationen, die sich zu Omni zusammengeschlossen und einen höheren Entwicklungsstand als die Menschen oder ähnliche Spezies haben.
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