Zeitlose: Simeons Rückkehr von Eva-Maria Obermann

So lange schon wollte ich einen Roman von Eva-Maria Obermann lesen, dass ich es jetzt kaum fassen kann, nach zwei Tagen schon wieder fertig zu sein. Ich mag ihre Blogbeiträge, es gefällt mir, was sie auf dem Literaturcamp über ihre literaturwissenschaftliche Dissertation erzählt hat, und endlich konnte ich was längeres von ihr lesen. Und dann hatte ich die 340 Seiten am zweiten Tag schon durch. Tja, spricht fürs Buch.

Cover Zeitlose: Simeons Rückkehr

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Alternativen von Leif Tewes

Alternativen ist ein Buch, das zwischen den zunächst unauffälligen Deckeln eine Geschichte offenbart, die es in sich hat. Weil sie so sehr an unsere politische Realität der letzten Monate und Jahre erinnert, dass es mir beim Lesen Gänsehaut bereitet hat. Der Autor Leif Tewes ist zur Recherche für diesen Krimi in die AfD eingetreten, um die Menschen, die sich dort treffen, mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das ist schon ein ganz neues Level der Selbstaufopferung. Der Protagonist Thomas und seine Erlebnisse entspringen wahrscheinlich zum Teil aus dieser Recherche. Diesen kann man wohl als einen besorgten Bürger bezeichnen und als Konsequenz tritt dieser auf den ersten Seiten des Krimis in die Partei „Die besseren Deutschen“ ein. Neben Thomas begleiten wir in einigen Kapiteln auf noch Farim und den IS sowie Kommissar Berg, der bei der Polizei mit politischen Machenschaften zu tun bekommt.

Cover Alternativen

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Drei Bücher, die dich nach Island bringen

Vor kurzen habe ich ein Buch gelesen, das mir aufgrund der dichten und packenden Atmosphäre Angst vor einem Land, mich aber gleichzeitig auch noch sehr viel neugieriger darauf gemacht hat. Ich konnte bisher noch nicht genau begründen, warum es immer dieses Land ist, das diese Faszination in mir auslöst, aber das muss ich auch gar nicht. Es ist so und das reicht. Ganz bewusst habe ich erst drei Bücher gelesen, die in Island spielen – und das ist auch das Land, von dem ich rede. Ein Fantasy-Kinderbuch, einen historischen Roman, der eine reale Geschichte erzählt, und einen Thriller, der hoffentlich nichts mit der Realität zu tun hat.

Skógar

Island, wie viele von euch es sich vielleicht vorstellen. Diese Häuser stehen in Skógar, ein Dorf mit ungefähr 25 Einwohner*innen. (Foto: Pixabay)

Island scheint ein ganz besonderes Land zu sein, in meinem Kopf ist es das jedenfalls. Ich war noch nie dort und alles was ich davon höre oder lese, macht diese Insel für mich nur noch geheimnisvoller. Relativ kleine Fläche, darauf ziemlich wenige Menschen, ein ganz anderes Leben, als ich es kenne.

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Fayra — Das Herz der Phönixtochter von Nina Blazon

Wann immer Nina Blazon ein Buch für junge Leser*innen herausbringt (korrigiere: wann immer sie ein Buch herausbringt, egal für welche Zielgruppe), bin ich bereits verzückt, wenn ich den Klappentext auch nur anlese. Bei Fayra — Das Herz der Phönixtochter war es wieder genauso. Ein altes Herrenhaus und ein geheimnisvoller Park dahinter? Das kann ja nur atmosphärisch genial werden. Zudem mochte ich die jungen Charaktere in Nina Blazons Romanen bisher jedes Mal sehr gern, weil diese immer sehr vielschichtig waren. So ist es auch bei der ruhigen und auf ihre ganz eigene Weise mutigen Protagonistin Anna-Fee in dieser Geschichte.

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Im Glashaus gefangen zwischen Welten von Devakumaran Manickavasagan

Cover Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 beweist noch mal mehr, wie wichtig es ist, dass Bücher mit und über Menschen mit Migrationshintergrund existieren und gelesen werden. In Im Glashaus gefangen zwischen Welten: Ein Leben zwischen zwei Kulturen erzählt Devakumaran Manickavasagan von seinen Erfahrungen, seiner Familie, der tamilischen Kultur und einem Leben mit diesem Hintergrund in Deutschland. Sein Vater kam zunächst allein nach Deutschland, bis einige Jahre später seine Mutter mit Devakumarans Geschwistern vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka fliehen konnte. Nicht nur die Ankunft der Eltern in Deutschland wird beleuchtet, sondern auch die Kindheit und Jugend des Autors sowie die einiger weiteren Tamil*innen im Exil, mit denen er gesprochen hat.
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