Funtastik: Skurrile und vielseitige Geschichten

Humor ist ja bekanntlich so eine Sache und wie vieles andere höchst abhängig vom Geschmack. Auch bei mir hat er es nicht immer leicht und deshalb bin ich bei humorvollen Geschichten zunächst skeptisch. Trifft es meinen Humor nicht, und das kommt leider recht häufig vor, so hat das ganze Buch kaum noch eine Chance. Auf Funtastik wollte ich mich aber dennoch voll stürzen, denn zwischen den 14 Geschichten muss auch etwas für mich dabei sein. Und genauso war es dann auch. Funtastik ist eine unglaublich vielfältige und abwechslungsreiche Anthologie voller humorvoller Geschichten aus der Phantastik, von High Fantasy über Steampunk zu Science Fiction – oder auch eine Mischung aus allem. Skurril, witzig, einfallsreich und absichtlich klischeehaft, das sind nur einige Begriffe, die diese Kurzgeschichtensammlung beschreiben. Weitere Details möchte ich gern in den Besprechungen der einzelnen Werke preisgeben.

Cover Funtastik
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Omni von Andreas Brandhorst

Cover Omni

Omni ist das vierte Buch von Andreas Brandhorst, das ich direkt nach Erscheinen gelesen habe. Das ist an sich auch schon eine Aussage. Die Zukunftsvisionen, die der Autor mir in seinen Büchern lebhaft präsentiert, gefallen mir. Nicht unbedingt, weil ich mir wünsche, dass es für die Menschheit so eintritt, sondern weil mir die Eindringlichkeit und die Detailfülle gefallen, mit denen Andreas Brandhorst diese Bilder heraufbeschwört. In Omni sind es diesmal nicht die künstlichen Intelligenzen, die die Herrschaft über das Weltall an sich gerissen haben (wie es noch in Das Schiff war), sondern Superzivilisationen, die sich zu Omni zusammengeschlossen und einen höheren Entwicklungsstand als die Menschen oder ähnliche Spezies haben.
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Frontiersmen: Höllenflug nach Heaven’s Gate von Wes Andrews

Cover Frontiersmen: Höllenflug nach Heaven's Gate

Die Lesung auf dem BuCon hatte mir bereits einige Dinge über Frontiersmen — Höllenflug nach Heaven’s Gate erzählt: Wes Andrews aka Bernd Perplies kann richtig gut vorlesen, die Geschichte selbst scheint sehr amüsant zu sein und sie wird ständig mit Firefly verglichen. Nun, zu Firefly selbst kann ich gar nichts sagen, da ich es nie geschaut habe. Wer weiß, vielleicht wird dies hier ja eine der wenigen Rezensionen, die ohne den Vergleich auskommt. Mir hat das Abenteuer um den Frontiersman John Donovan und seine Crew auch ohne jegliche Vergleichsmöglichkeit mit Firefly unglaublich gut gefallen.
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Das Schiff von Andreas Brandhorst

Cover Das Schiff

Ein immer wiederkehrendes, aber trotzdem nicht langweiliges Thema in der Science Fiction ist die künstliche Intelligenz und wie sie irgendwann die Menschheit überflügeln wird. In Das Schiff von Andreas Brandhorst ist etwas ähnliches schon längst geschehen: Intelligente Maschinen haben angefangen sich selbst weiterzuentwickeln und sind dabei immer besser geworden. Nun sind es die nach der großen Flut übrig gebliebenen Menschen, die ohne die Maschinen gar nicht mehr überleben können. Diese können nicht nur ewiges Leben vergeben, sondern haben auch Brüter entwickelt, die den Unsterblichen ihr Leben so bequem wie möglich machen. Bei der Hauptperson Adam jedoch ist die Operation, die Unsterblichkeit verleiht, fehlgeschlagen und er wurde zum Mindtalker ausgebildet. Diese können im Gegensatz zu den unsterblichen Menschen mit ihrem Bewusstsein die komplette Galaxie bereisen. Adam und seine Kollegen werden also losgeschickt, um sich auf die Suche nach dem verschollenen Volk der Muriah zu machen, entdecken dabei allerdings einen alten und mächtigen Feind.
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Armada von Ernest Cline

Cover Armada

Wie so viele andere begeisterte Fans von Ernest Clines erstem Werk Ready Player One habe ich ungeduldig und unglaublich gespannt auf sein neues Buch Armada gewartet. Es sollte wieder um Computerspiele gehen und viele Anspielungen auf die 80er und 90er Jahre waren auch zu erwarten. Ein Rezept, das bei Ready Player One für mich die perfekte Würze hatte, bei Armada allerdings eine etwas weniger schmackhafte Mischung ergeben hat. Die Geschichte an sich war zwar mitreißend und faszinierend, die Anspielungen an die Popkultur wirkten allerdings stellenweise fast gezwungen und die Computerspiele konnten mich nicht so sehr einsaugen. Glücklicherweise besteht Armada nicht nur aus Popkultur und Zocken, denn die eigentliche Handlung war absolut spannend und mitreißend.

Zack Lightman, ein ganz normaler Junge, der noch zur Schule geht und in seiner Freizeit ein bisschen zu viel zockt, sieht eines Tages beim Blick aus dem Fenster vollkommen unerwartet und wie aus dem Nichts ein Raumschiff. In seiner Stadt und im echten Leben. Er kann seinen Augen kaum trauen, vor allem, da es auch noch direkt aus seinem Lieblingsspiel Armada zu kommen scheint. Die Feinde dort fliegen nämlich genau so eine Untertasse. In dem Moment erinnert er sich an die Aufzeichnungen seines verstorbenen Vaters, irgendwas mit Computerspielen, Science Fiction-Filmen und einer riesengroßen Verschwörung. Und dann geht auf einmal alles Schlag auf Schlag.
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