Armada von Ernest Cline

Cover Armada

Wie so viele andere begeisterte Fans von Ernest Clines erstem Werk Ready Player One habe ich ungeduldig und unglaublich gespannt auf sein neues Buch Armada gewartet. Es sollte wieder um Computerspiele gehen und viele Anspielungen auf die 80er und 90er Jahre waren auch zu erwarten. Ein Rezept, das bei Ready Player One für mich die perfekte Würze hatte, bei Armada allerdings eine etwas weniger schmackhafte Mischung ergeben hat. Die Geschichte an sich war zwar mitreißend und faszinierend, die Anspielungen an die Popkultur wirkten allerdings stellenweise fast gezwungen und die Computerspiele konnten mich nicht so sehr einsaugen. Glücklicherweise besteht Armada nicht nur aus Popkultur und Zocken, denn die eigentliche Handlung war absolut spannend und mitreißend.

Zack Lightman, ein ganz normaler Junge, der noch zur Schule geht und in seiner Freizeit ein bisschen zu viel zockt, sieht eines Tages beim Blick aus dem Fenster vollkommen unerwartet und wie aus dem Nichts ein Raumschiff. In seiner Stadt und im echten Leben. Er kann seinen Augen kaum trauen, vor allem, da es auch noch direkt aus seinem Lieblingsspiel Armada zu kommen scheint. Die Feinde dort fliegen nämlich genau so eine Untertasse. In dem Moment erinnert er sich an die Aufzeichnungen seines verstorbenen Vaters, irgendwas mit Computerspielen, Science Fiction-Filmen und einer riesengroßen Verschwörung. Und dann geht auf einmal alles Schlag auf Schlag.
weiterlesen

Ikarus von Andreas Brandhorst

Cover IkarusVor fast genau einem Jahr hatte ich mein Science Fiction-Debüt mit Brandhorsts Das Kosmotop. Das war für mich ein ziemlich harter Brocken: zum ersten mal richtige SF und dann auch noch so komplex und detailreich, mit rasanten Reisen mit und durch alle möglichen und unmöglichen Gegenden und Maschinen und natürlich mit politischen Verwicklungen und Intrigen. Trotz der recht anstrengenden Lektüre konnte mich das Buch damals so richtig fesseln und ich bin dem Genre treu geblieben. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit keine derart komplexe SF mehr gelesen, bis dann eben Ikarus vorbeikam. Komplex und groß, diese Eigenschaften scheinen die Romane von Andreas Brandhorst auszumachen und ich kann nur sagen: Das ist gut so.

Zu Beginn von Ikarus wacht der Protagonist Jamo Jamis Takeder auf. Aus dem Schlaf? Keineswegs, denn er wurde ermordet, hat allerdings vorher angeordnet, dass für einen solchen Fall sein Bewusstsein in einen Kopiaten übertragen wird, damit dieser selbst die Ermittlungen durchführen kann. Der Kopiat, komplett violett, erinnert sich jedoch zunächst überhaupt nicht an alles, eine Stimme in seinem Kopf allerdings verrät ihm, dass diese ihm nach und nach mehr enthüllen wird. Was Takeder allerdings spürt, ist der unbändige Wunsch nach der Aufklärung seiner Ermordung.
weiterlesen

Old Man’s War von John Scalzi

Cover Old Man's War

In Old Man’s War (dt. Titel: Krieg der Klone) geht es um John Perry, der gerade 75 Jahre alt geworden ist und sich fürs Militär verpflichtet hat. Seine Frau ist bereits gestorben, er hatte ein erfülltes Leben und von seinen Liebsten hat er sich auch schon verabschiedet. Was die Rentner beim Militär erwarten wird, weiß er gar nicht so genau. Er wird die Erde verlassen und im Weltraum um die Unabhängigkeit der menschlichen Rasse und aller besiedelten Planeten kämpfen, das ist bekannt. Es hält sich außerdem das Gerücht, dass nur alte Menschen genommen werden, weil diese logischer denken und bedachtsamer handeln, und dass es eine Methode gibt, um deren alte Körper wieder frisch zu machen. Als er dann allerdings im Weltraum eintrifft, wird schnell klar, dass sein Körper nicht mehr lange existieren wird, denn alle Rekruten werden in ihre persönlichen Klone transferiert, verbesserte und speziell für den Krieg aufgemotzte Körper.
weiterlesen