Die Endwin Chroniken: Schwarze Flut von Robert Schwarz

Cover Schwarze Flut

Passend zum ersten Band kommt Schwarze Flut in einem ganz ähnlichen Gewand und vor allem wieder mit einigen Illustrationen im Innern des Buches, die genauso schön sind wie die im ersten Band Dunkle Schatten und für mich einen schönen Mehrwert ausmachen. Kyra und Rodin sind im zweiten Teil immer noch auf der Suche nach den verschollenen Drachen und der Erzzauberer Horgard treibt sich bei den Zwergen rum. Mehr soll zum Inhalt auch gar nicht gesagt werden, damit ich Neugierigen nicht zu viel verrate.

Bevor die Geschichte losgeht, gibt es eine kurze und knackige Zusammenfassung der Geschehnisse aus dem ersten Band, nur eine Seite lang und sehr nützlich. Gleich danach geht es natürlich mit dem ersten Kapitel los, das nahtlos an die Handlung aus dem ersten Buch anschließt. In Schwarze Flut gibt es schon zu Beginn des Buches die große Schlacht, auch mal interessant! Es geht somit actionreich und rasant los und wir erfahren endlich etwas mehr über das riesige Übel, das seinen Schatten schon seit Band 1 ausgeworfen, sich aber nie richtig gezeigt hat.

Natürlich kehren wir auch recht bald wieder zu Kyra und Rodin, meinen beiden Lieblingen zurück. Zusammen sind das Mädchen und der Rabe immer noch ein niedliches und witziges Team, das mittlerweile schon einiges miteinander erlebt hat. Man merkt, dass die beiden schon längst in tiefer Freundschaft miteinander verbunden sind und genau das macht die Abschnitte mit den beiden noch mal herzlicher.

Insgesamt ist der zweite Band der Reihe um einiges düsterer als das erste Buch. Einige Menschen und Wesen kommen hier um und Autor Robert Schwarz nimmt kein Blatt vor den Mund oder verharmlost diese Taten. Er schildert die grausame Wirklichkeit und geht darauf ein, wie die Betroffenen und Überlebenden damit umgehen. Zusätzlich erlebt man einige Abschnitte aus der Perspektive einer der Fieslinge. Die verschiedenen Sichtweisen an sich (Kyra und Rodin, Horgard, die Zwerge usw.) bringen viel Abwechslung in die Geschichte. Band 1 wurde noch für Leser ab 10 Jahren empfohlen, dieses Buch ab 12 Jahren. Viel früher sollte man es meines Erachtens auch nicht lesen, der bildhafte Schreibstil ist schon sehr eindringlich. Das ist natürlich positiv, nur sollte man für diese Bilder schon bereit sein.

Die Handlung wird in diesem Buch um einiges zügiger vorangetrieben als noch im ersten Band. Hier empfand ich einige wenige Abschnitte zwar immer noch als ein bisschen schleppend und mir hat manchmal ein roter Faden gefehlt, doch insgesamt hat es sich im zweiten Band gesteigert. Viel zu schnell vorbei war das Buch dennoch, für mich hätte es auch gern noch eine Handvoll mehr Antworten geben können. Umso gespannter bin ich natürlich auf die Auflösungen im nächsten Buch.


Reiheninformation:

Die Endwin Chroniken
#1: Dunkle Schatten
#2: Schwarze Flut
#3: Finstere Strömungen (August 2016)
#4: Sternenlose Nacht (August 2017)


Robert Schwarz: Die Endwin Chroniken – Schwarze Flut. Spielberg. 2015. 204 Seiten, 9,95€ (Taschenbuch), 3,99€ (Ebook).


Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an Robert Schwarz und Lovelybooks.

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