Gemeinsam lesen #2: Am Ende der Welt traf ich Noah von Irmgard Kramer

Gemeinsam lesen

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt.

Diese Woche: Am Ende der Welt traf ich Noah von Irmgard Kramer

Cover Am Ende der Welt traf ich Noah

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Am Ende der Welt traf ich Noah von Irmgard Kramer und bin auf Seite 136.

Kurzbeschreibung:
Es war so verlockend: Die Möglichkeit, in eine fremde Rolle zu schlüpfen, lag direkt vor mir. Ich brauchte nur zuzugreifen.

Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen. (Quelle: Loewe-Verlag)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Haben Sie sich von dem Schock heute Morgen erholt?“, fragte Schwester Fidelis. „Ich habe mir gedacht, nach unserem Gespräch gestern Nachmittag sei es vielleicht besser, den Jungen ein wenig im Auge zu behalten und ihn notfalls zurechtzuweisen.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Dieses Buch erscheint eigentlich erst am 27.07., aber es gibt glücklicherweise eine Vorab-Leserunde mit der Autorin auf leserunden.de. Am Freitag ging’s los und ich habe den ersten Abschnitt gleich am ersten Abend verschlungen. Die Atmosphäre war einfach so zauberhaft und surreal, dass mich diese Geschichte einfach nicht mehr losgelassen hat. Ohne Leserunde hätte ich das Buch garantiert schon beendet, aber so muss ich eben kleine Pausen aushalten. Dafür macht das Spekulieren mal wieder unheimlich Spaß. Die Autorin hat übrigens auf ihrer Webseite Bilder zur Villa hochgeladen, die ihr als Vorbild für die Villa in der Geschichte gedient hat. Falls ihr schon mal reinschauen wollt, könnt ihr dies hier tun: irmgardkramer.at.

4. Hast du schon Mal ein Buch gelesen, das du eigentlich nie lesen wolltest (nicht dein Genre, Klappentext spricht dich nicht an), es dann aber doch getan hast, weil „jeder“ so begeistert von diesem Buch war?

Ja, mehrfach. Als erstes ist mir spontan die Crossfire-Reihe von Sylvia Day eingefallen. Viele Leser, die von Shades of Grey begeistert waren und auch solche, die es nicht gut fanden, haben diese Reihe mit der Begründung weiterempfohlen, dass es noch besser als Shades of Grey sein soll. An letzterem war ich generell nicht sehr interessiert, aber mit diesen Aussagen wurde ich dann doch auf Crossfire neugierig, obwohl mich das Genre ansonsten überhaupt nicht interessiert hat. Leider war schon der erste Band ein richtiger Reinfall für mich, da gab es für meinen Geschmack viel zu viel unnötiges Drama und auch sonst keine ansprechende Liebesgeschichte. So ist es bei Band 1 geblieben und auch sonst bin ich beim Genre New Adult immer noch zurückhaltend.
Bei der Percy Jackson-Reihe war es hingegen ganz anders: Zunächst war ich überhaupt nicht interessiert an diesen Büchern, weil mich der Klappentext nicht wirklich angesprochen hatte, doch auch hier gab es so viele Schwärmer. Irgendwann hab ich dann den ersten Band in der Bücherei entdeckt und war richtig verzaubert. Mittlerweile habe ich nicht nur Percy Jackson, sondern auch die Helden des Olymp und die Kane-Chroniken verschlungen und war von jedem Buch begeistert.

Die vierte Frage finde ich dieses Mal besonders interessant und deshalb bin ich gespannt auf eure Erfahrungen. Wie immer kann man Glück oder Pech haben, wenn man etwas ganz untypisches ausprobiert, aber es macht doch immer Spaß, etwas ganz neues zu lesen und damit mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

10 Kommentare

  • lebensleseliebelust

    crossfire war auch nicht meins trotz empfehlung..

  • Hallo Cindy,

    deine aktuelle Lektüre klingt ziemlich außergewöhnlich, ich bin auf deine Rezension gespannt. :)

    Ich kenne das Phänomen mit dem Hype natürlich auch, allerdings ist es mir noch nicht oft passiert, dass ich mich habe verführen lassen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, das Buch nicht zu lesen. Mir sind bloß drei Beispiele eingefallen: die Legend-Trilogie von Marie Lu, die Reihe The Mortal Instruments (Chroniken der Unterwelt) von Cassandra Clare und insgesamt alles von Stephen King. Bei Marie Lu und Stephen King war ich am Ende froh, dass ich nachgegeben habe; bei The Mortal Instruments habe ich es zwar nicht bereut, aber die richtige Lektüre war es für mich trotzdem nicht. Ich habe nach dem zweiten Band abgebrochen.

    Gemeinsam Lesen auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

  • aleshanee75

    Hi!

    Dein aktuelles Buch sagt mir nichts … aber da es noch nicht erschienen ist, wird das wohl noch kommen :D Ich wünsch dir auf jeden Fall noch viel Spaß in der Leserunde! (Müsst ihr das denn in Abschnitten lesen??? Das wäre nix für mich, wenn ich es spannend finde, kann ich nicht aufhören xD)

    Bei Frage 4 … also ne, grade um Hype Bücher mache ich immer erstmal einen Bogen und es muss mich wirklich ansprechen, sonst lese ich es nicht, ganz egal, wie viel davon geschwärmt wird :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Hi Aleshanee!
      Ja, wir lesen da in Abschnitten und es wird auch viel Wert darauf gelegt, dass wirklich alle gemeinsam lesen. Also „darf“ man auch nicht zu schnell lesen, weil man dann ja schlecht in früheren Abschnitten mit den Lesern diskutieren kann, die langsamer lesen. Für mich war es zunächst gewöhnungsbedürftig und gerade bei diesem Buch fällt es mir sehr schwer. Da möchte ich eigentlich viel schneller wissen, wie sich einige Dinge auflösen. Allerdings macht mir das gemeinsame Lesen dort so viel Spaß, dass ich mittlerweile gern in Kauf nehme. :)

      LG Cindy

  • Aniday

    Hey,
    die vierte Frage ist wirklich interessant. Ich lese immer wieder mal Bücher, die ich eigentlich nie lesen wollte (wie das klingt). Das ich sie nie lesen wollte liegt meist daran, dass sie eigentlich nicht mein Genre sind und mich deshalb der Klappentext nicht anspricht – sie gehen also mehr an mir vorbei, als dass ich wirklich entscheide das nicht lesen zu wollen. Der Grund dass ich es dann doch tue sind meist Empfehlungen, hin und wieder aber schnappe ich mir bewusst einfach „irgendwas“ und lasse mich drauf ein… Meist wenn mich gerade sonst nix wirklich reizt, aber auch um über den Tellerrand zu schauen, was ich für mich schon beruflich wichtig finde (Buchhändlerin^^). Durch Empfehlungen bin ich z.B. auf „Stoner“ und „Wonder“ gekommen, was mich beides total begeistert hat. Oder „Der heilige Eddy“ und „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, was auch meinen Geschmack getroffen hat. Alles Bücher, die mich sonst nicht angesprochen hätten.
    Wichtig ist, dass die Empfehlungen von Leuten kommen, denen ich vertraue und bei denen ich weiß ob der Geschmack vergleichbar ist bzw. die wissen was sie mir empfehlen können und was nicht. Bei Hypetiteln oder anderem, dass einfach viele mögen hatte ich bisher eher Pech… „Shades of Grey“ habe ich nach dem anlesen aufgegeben, und auch die Bücher von Barreau oder Glattauer werden nie meins sein. Ich bin trotzdem immer froh es wenigstens probiert zu haben, denn schließlich habe ich so schon einige Schätze gefunden. Und ich bleibe ohne Anreiz einfach zu gerne in meiner vertrauten Leseecke ;)

    • „..sie gehen also mehr an mir vorbei, als dass ich wirklich entscheide das nicht lesen zu wollen.“

      Das hast du schön gesagt und das stimmt auch total. Wenn man an einem Buch nicht interessiert ist, dann informiert man sich darüber ja auch nicht näher und deshalb kann man sich gar nicht wirklich aktiv dagegen entscheiden.

      „Stoner“ begegnet mir auch immer wieder, das sollte ich wirklich mal im Auge behalten.

      Ansonsten finde ich es aber gar nicht sooo schlimm, in der Lese-Komfortzone zu bleiben. Wenn es Spaß macht, genau diese Bücher zu lesen, ist das wunderbar. Aber andere Schätze zu entdecken ist natürlich auch toll, da sollte man eventuell auch nicht komplett abgeneigt sein. Irgendwann kommt man dann vielleicht in das Dilemma, dass einem so viele Genres oder Themen gefallen, dass es einfach noch viel mehr Bücher gibt, die man in der Lebenszeit nicht mehr lesen kann. :D Ok, das hört sich sehr pessimistisch an, aber eine große Auswahl bringt eben auch mit sich, dass man einen immer geringeren Prozentsatz überhaupt lesen kann.

  • Janine2610

    Hallo Cindy!

    Das klingt wirklich gut, was du über dein aktuelles Buch schreibst und macht mich sehr, sehr neugierig, muss ich gestehen. Ich bin mir sicher, dass es auch etwas für mich wäre, der Klappentext klingt auch gut und das Cover ist sowieso ganz nach meinem Geschmack. ;)
    Oh, wie du recht du mit deinem allerletzten Satz hast. Ich finde auch, dass es total Spaß macht, über den Tellerrand hinauszuschauen und etwas Neues auszuprobieren. Allerdings kaufe ich mir dann ja doch immer, wenn es drauf ankommt, Bücher aus meinen „Stamm-Genres“. Trotzdem bin ich offen (vor allem für gute Empfehlungen) und wenn mir jemand ein Buch speziell ans Herz legt, dann lese ich das auch – völlig egal welches Genre, denn ich habe schon einmal die Erfahrung gemacht, dass mir ein High Fantasybuch richtig gut gefallen hat, obwohl ich anfangs doch sehr skeptisch war, ob ich das auch nur annähernd gut finden könnte – aber ich fand es schlussendlich phänomenal – und das, obwohl ich vorher besorgt war, ob es nicht Zeitverschwendung wäre und ich Angst hatte, eben weil ich noch nie etwas aus diesem Genre gelesen habe. Also bin ich nun mutiger geworden und sicher nicht mehr abgeneigt, auch mal „über den Tellerrand hinauszuschauen“. :D

    Alles Liebe ♥

    • Hach, freut mich, dass es gerade High Fantasy war, die du entdecken konntest! <3

      Ansonsten finde ich es aber gar nicht sooo schlimm, in der Lese-Komfortzone zu bleiben. Wenn es Spaß macht, genau diese Bücher zu lesen, ist das wunderbar. Aber manchmal entdeckt man in anderen Genres auch ein paar Schätzchen und das ist genauso wunderbar.

      LG Cindy

  • Huhu Cindy,
    mir ging es mit „Crossfire“ wie Dir. SoG hab ich total abgelehnt und bis heute nicht gelesen, da ich dem Genré gegenüber generell aber nicht abgeneigt bin, hab ich es mit dem ersten Crossfire-Buch versucht, da mir eine meiner Dozentinnen damals gesagt hat, dass es viel besser geschrieben und anspruchsvoller wäre. Sorry, aber wenn das gut und anspruchsvoll sein soll, wie schlecht bitte schön muss dann „Shades of Grey“ sein!? *lol* Für mich war nach dem ersten Buch auch direkt wieder Schluss, mir war es zu nervig und oberflächlich und ich hab null Interesse daran zu erfahren, wie es mit den Hauptfiguren weitergehen könnte.
    Liebe Grüße vom Lesestrand,
    Melanie

    • Hi Melanie,
      HAHA ja!! Ich habe mich auch gefragt, wie schlecht denn Shades of Grey sein muss, wenn schon die bessere Variante total grottig ist. Die Protagonisten in Crossfire waren ja auch eher auf dem geistigen Niveau von frisch pubertierenden Teenagern, also müssten die bei SoG geistig noch Kinder sein? Naja, für uns ist es ja zum Glück vorbei. ;)
      LG Cindy

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