Gemeinsam lesen #4: Beautiful Music for Ugly Children

Gemeinsam lesen

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt.

Diese Woche: Beautiful Music for Ugly Children von Kirstin Cronn-Mills

 

Cover Beautiful Music for Ugly Children1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Beautiful Music for Ugly Children von Kirstin Cronn-Mills und bin bei 44% des Ebooks, ca. Seite 118 von 263. Es wurde bisher leider nicht ins Deutsche übersetzt. Hier ist der Klappentext:

„This is Beautiful Music for Ugly Children, on community radio 90.3, KZUK. I’m Gabe. Welcome to my show.“

My birth name is Elizabeth, but I’m a guy. Gabe. My parents think I’ve gone crazy and the rest of the world is happy to agree with them, but I know I’m right. I’ve been a boy my whole life.

When you think about it, I’m like a record. Elizabeth is my A side, the song everybody knows, and Gabe is my B side–not heard as often, but just as good.

It’s time to let my B side play.

(Quelle: Flux)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Elvis is stupid as hell.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ganz wichtig: In Wirklichkeit liebt der Protagonist Gabe Elvis, er dreht gerade nur ein wenig durch. ;)

Ansonsten war ich gleich nach den ersten paar Sätzen ganz verliebt in dieses Buch. Es ist für mich die erste Geschichte, die sich um Transsexualität dreht, und schon deshalb etwas ganz besonderes. Obwohl die Thematik eine ziemlich schwierige ist, fühlt sich dieses Buch trotzdem wie ein Wohlfühlbuch an, in das ich mich einfach fallen lassen kann. Ich kann mit lachen und schmunzeln, kann mit Gabe fühlen und bin einfach ganz nah dabei. Und das, obwohl es für mich im Grunde unmöglich ist, seine Situation auch nur annähernd zu verstehen. Es ist einfach alles so innig und nah beschrieben. Die Verbindung und Liebe zur Musik ist dann die Extraportion Zucker.

Das englische Sprachniveau in diesem Roman ist nicht besonders schwierig. Wenn es sich für euch also interessant genug anhört, traut euch ruhig!

4. Wenn ihr das letzte Buch, was ihr gelesen habt, umschreiben könntet, was würdet ihr ändern?

Cover Baba Dunjas letzte LiebeAm Wochenende habe ich Alina Bronskys neuestes Buch Baba Dunjas letzte Liebe in einem Rutsch durchgelesen. Und genau diese Tatsache würde ich gern ändern, denn diese Geschichte hat nicht mal 160 Seiten. Manchmal klappt es gut, auch kurze Geschichten ganz viel aussagen zu lassen, manchmal fehlt dann am Ende doch ganz viel. Unglaublich schade, denn Alina Bronsky gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Der Platz auf der Longlist des Deutschen Buchpreises hat meine Erwartungen nur noch höher geschraubt. Mit Baba Dunja ging es unglaublich interessant los. Sie lebt wieder in ihrer alten Heimat mitten in der Tschernobyl-Todeszone und die Atmosphäre dort ist einfach einmalig, genau wie die alte Dame selbst. Dann passieren allerdings einige Dinge, die mehr Platz gebraucht hätten. Genau wie einige Nebencharaktere auch, damit sie überhaupt die Chance auf Tiefgang hätten. So kam mir nur Baba Dunja selbst nahe, vieles andere blieb nur Andeutung. Leider oft zu wenig Andeutung, um mir selbst einen Sinn daraus zusammenreimen zu können. Ich würde Baba Dunjas letzte Liebe also viele Seiten und noch mehr Inhalt hinzufügen wollen, das würde dem dünnen Büchlein sehr gut stehen. Eine ausführlichere Rezension folgt morgen.

Nun bin ich gespannt darauf, was ihr an eurem letzten Buch gern ändern würdet. Die vierte Frage ist mal wieder besonders interessant.

Alles Liebe!
Cindy

12 Kommentare

  • Hey Cindy,

    „Beautiful Music for Ugly Children“ hat es ohne Umwege auf meine Wunschliste geschafft. Vielen Dank für den Hinweis! :)

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    • Ach Elli, wie mich das freut! Das Buch hat noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, dann ist es umso schöner, wenn ich dich neugierig machen konnte. :)

      LG Cindy

  • Hallo, :)
    dein aktuelles Buch klingt wirklich interessant und wandert direkt mal auf meine Wunschliste. :) Ich habe zu dem Thema „Transsexualität“ bisher ein Buch gelesen und fand das auch wirklich gut. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

    • Hi Marina, freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte. Dieses Buch hat wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient! Welches Buch hast du denn noch zu dem Thema gelesen? (Da ich nicht weiß, ob du eine Benachrichtigung bekommst, wenn ich dir hier antworte, stelle ich dir die Frage gleich noch mal auf deinem Blog. Bitte nicht wundern.)

      LG Cindy

      • Ich habe auch schon auf meinem Blog geantwortet, bin mir aber auch unsicher, ob du eine Benachrichtigung bekommst, deshalb antworte ich auch noch mal hier. ;) Das Buch heißt „Luna“ von Julie Anne Peters. :)

  • Hi!

    Du hast mich neugierig auf Baba Dunja gemacht…

    Hier geht es zu meinem Beitrag.

    LG,
    André

  • Hey Cindy,
    ich trete an zu Gegenbesuch :-)
    Dein Buch sagt mir überhaupt nicht, hört sich aber spannend an. Transsexualität ist wirklich ein schwieriges Thema, dass das Buch dennoch ein positives Gefühl in der hervorruft ist doch ein sehr gutes Zeichen.
    Viel Spaß beim weiterlesen und liebe Grüße
    Jana

  • Ich schließe mich auch an. Ich werde mir Beautiful Music for Ugly Children auf jeden Fall noch genauer anschauen. =)

  • Huhu!

    Oh, das Buch klingt interessant! Ich habe einen Freund, der als Mädchen geboren wurde, der aber schon als kleines Kind wusste, dass er eigentlich ein Junge ist.

    Als ich Felix kennengelernt habe, war er 13 und ich wäre NIE auf den Gedanken gekommen, dass er biologisch ein Mädchen war – er sprach wie ein Junge, lief wie ein Junge, kleidete sich wie ein Junge… Erst viele Jahre später sprach er mich darauf an und sagte, er müsste mir mal was beichten, und da erzählte er es mir dann.

    Er hat tatsächlich all die Jahre alles ganz still und heimlich für sich behalten, weil er Angst hatte, seine Freunde würden ihn dann ablehnen. Das muss für ihn manchmal ganz schön hart gewesen sein, denn so konnte er ja mit uns gar nicht über die Dinge reden, die ihn unheimlich belastetet haben, wie z.B., wie traumatisch es für ihn war, seine Periode zu bekommen.

    Keiner von uns hatte es geahnt, wir waren alle total überrascht. Aber ich glaube, für die meisten von uns war es voll ok. Felix war schließlich immer noch Felix, zusätzliches Chromosom oder nicht. Er hat inzwischen sogar einen Freund, was mich total für ihn freut.

    LG,
    Mikka

    • Huhu Mikka,
      freut mich, dass du das mit mir teilst! Ich bin immer wieder glücklich, wenn ich höre, dass viele, viele Leute so toll auf so eine „Beichte“ reagieren. Denn du hast vollkommen recht: Die Persönlichkeit ist doch immer noch dieselbe. Leider gibt es aber immer noch die anderen Leute, die mit Unverständnis oder gar Hass reagieren, die meinen, dass die Person krank im Kopf sei oder ähnliches. Das ist so traurig.

      LG Cindy

      • Ja, damit musste Felix wohl leider selber Erfahrungen machen… Das hat er mir nach seiner „Beichte“ alles erzählt. Als er in der Grundschule anfing, den Leuten zu sagen, er sei ein Junge, ist er übelst gemobbt wurden (auch kleine Kinder können echt grausam sein) und musste schließlich nach einem Zusammenbruch die Schule verlassen. Eine Zeitlang war er sogar in einer phsychiatrischen Einrichtung für Kinder.

        Wahrscheinlich war er deswegen schon so ein ernsthafter, erwachsen wirkender Junge, als ich ihn traf.

  • nicigirl85

    Hui das spricht ja sehr für Baba Dunja, wenn du es in einem Rutsch gelesen hast. Mich stört es auch, wenn wundervolle Geschichten viel zu schnell vorbei sind.

    LG Janine alias nicigirl85

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