Montagsfrage #2: Welche Rolle spielt beim Buchkauf der Preis für dich?

Montagsfrage

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die bei Buchfresserchen stattfindet. Dort stellt Svenja jeden Montag eine neue Frage zum Thema Bücher.

Welche Rolle spielt beim Buchkauf der Preis für dich?

Das ist eine sehr interessante Frage, über die ich mir in den letzten Wochen sowieso vermehrt Gedanken gemacht habe. Das lag daran, dass mein Portemonnaie recht locker saß, was ich so gar nicht von mir kenne. Offensichtlich gab es also eine fast unmerkliche Veränderung, die aber auch einen ganz einfachen Grund hat: Ich verdiene momentan mehr Geld als vorher. Ich bin zwar noch Studentin, habe aber zwei Jobs, die anscheinend genug abwerfen. Aber natürlich kaufe ich deshalb nicht plötzlich wahllos die Buchhandlungen leer.

Cover Glücklich die GlücklichenBücher, besonders solche mit Buchpreisbindung, sind nun mal nicht günstig. Ich denke, darauf kann man sich ganz gut einigen. Lange Zeit habe ich mir kaum Bücher selbst kaufen können, da das Taschengeld einfach nicht weit gereicht hat. Mittlerweile ist es glücklicherweise so, dass ich mir auch mal ein gebundenes Buch leisten kann, ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Trotzdem überlege ich mir schon sehr genau, welche neuen Bücher ich mir kaufen möchte. Dabei spielt weniger die Seitenzahl eine Rolle, sondern ob ich mir vorstellen könnte, dass dieses Buch mir ein paar Stunden Lesevergnügen bereiten kann. Ich habe mir zum Beispiel auch schon ein rund 170 Seiten kurzes Buch für 18€ gekauft: Glücklich die Glücklichen von Yasmina Reza. Für diese paar Seiten ist der Preis natürlich ganz schön happig, aber bereut habe ich es auf keinen Fall. Es war ein wirklich tolles Buch, das ich wohl noch ein paar Mal lesen werde. Und dann ist der Preis schon viel weniger wuchtig. Schade, dass man so was vorher nicht wissen kann.

Ansonsten gab es auch bei mir eine Zeit, in der ich fast nur gebrauchte Bücher oder Mängelexemplare gekauft habe. Die sind schön preiswert und sehr oft in einem fast neuwertigen Zustand. Dadurch ist allerdings auch mein Stapel ungelesener Bücher extrem in die Höhe geschossen, weil man durch die kleinen Preise natürlich auch mehr kaufen kann und das alles viel verlockender ist. Da landet auch mal ein Buch im Warenkorb, das vorher nicht auf der Wunschliste war, einfach weil es so günstig ist und interessant ausschaut. Das passiert mir manchmal immer noch, allerdings versuche ich momentan, dieses Verhalten etwas zu unterdrücken. Dadurch steigt mein SuB nur unnötig. Es ist zwar schön, wenig Geld ausgeben zu müssen, aber ich muss hier auch keine Bücher horten. Deshalb habe ich mir vorgenommen, vermehrt neue Bücher zu kaufen. Dadurch spare ich zwar nicht wirklich etwas, aber insgesamt kaufe ich dadurch natürlich weniger Bücher. Komische Logik? Klappt aber gut.

Wenn vorhanden, besorge ich mir auch lieber die englische Ausgabe, nicht unbedingt wegen des Preises, sondern weil ich gern in Originalsprache lese, sofern ich diese beherrsche. Die Preise für englische Bücher sind in den letzten Wochen zwar angestiegen, aber immer noch kleiner als beispielsweise für die deutsche Übersetzung des Werkes. (Englischsprachige) Ebooks kaufe ich fast ausschließlich, wenn sie im Angebot sind, am liebsten unter 5€.

Zusammengefasst kann ich also sagen, dass der Preis gar keine so große Rolle mehr spielt, wenn ich ein gutes Gefühl beim Kauf habe, wenn ich mir also vorstellen kann, dass mir dieses Buch viel geben kann. Dafür kaufe ich dann insgesamt weniger Bücher als früher. Bei Schnäppchen schlage ich natürlich immer noch gern zu und ich freue mich über preiswerte Lektüre.

Könnt ihr das irgendwie nachvollziehen? Habt ihr ein ganz anderes Verhalten?

2 Kommentare

  • Es ist zwar kompliziert aber doch logisch. Lieber teure Qualität als billige Masse :)
    Lg Lara

  • Hey~
    Ich kann dein Verhalten voll nachvollziehen, bei mir ist es ja ähnlich.
    Das mit den Mängelexemplaren oder Büchern vom Flohmarkt ist so grausam, oder? Ich hatte auch so eine Phase, wo ich stapelweise Bücher nach Hause getragen habe. Irgendwann kam dann aber auch der Punkt, an dem ich festgestellt hab, dass ich zum einen noch mehr spare, wenn ich auch die billigen Bücher nicht kaufe und das zum anderen meinem Buchregal sehr gut tut. Jetzt horte ich nur noch digitale Gratisschmankerl, bei denen man aus diesen beiden Gründen kein schlechtes Gewissen mehr haben muss. Gekauft werden also nur gut überlegte Bücher und die dürfen dann auch gerne mal etwas mehr kosten. )Wobei ich meist aber auch noch auf die Taschenbuchausgabe warten kann und nicht zwangsläufig die Hardcovervariante brauche.)

    Aly <3

Kommentar verfassen