Am Freitag sehen wir uns wieder von Karin Koch

Ich habe nun bereits einige Jugendromane gelesen, die sich mit Rassismus beschäftigen und damit, was passiert, wenn junge Menschen auf andere junge Menschen treffen, die gerade erst hierhergekommen sind und sich unsicher – wenn nicht gar voller Angst – fühlen, was nun aus ihnen wird. Vor ein paar Tagen erst wurden Abschiebungen nach Afghanistan wegen des Anschlags in Kabul vorerst ausgesetzt. Viele Menschen sehen wohl nur solche extremen Nachrichten, reagieren entsetzt, wütend oder mit einer gewissen Genugtuung. Karin Koch nimmt sich unter anderem dem Thema der Abschiebung in Am Freitag sehen wir uns wieder an. Die Protagonistin Juni trifft auf Sahal aus Somalia, der immer noch wirkt, als wäre er auf der Flucht.

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Feuerjäger: Das Schwert der Königin von Susanne Pavlovic (oder: Eine Liebeserklärung)

Als ich an den letzten Tagen des Sommers 2015 den ersten Band der Feuerjäger-Reihe von Susanne Pavlovic anfing zu lesen, ahnte ich noch nicht, wie sehr sich diese Reihe in mein Herz und mein Leben schleichen würde. Das erste Buch Die Rückkehr der Kriegerin war bereits ein tolles Buch, der zweite Band Herz aus Stein gefiel mir dann sogar noch mehr. Hier schon hatte ich die Charaktere so gern, dass die phantastische Welt eine ganz besondere für mich wurde. Danach las ich die beiden Romane um Wolfram von Kürenberg, Das Spielmannslied und Der Sternenritter, und mit diesen beiden Büchern wurde alles nur noch heftiger.

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Schicksal, Vorhersehung und tote Helden in der Phantastik

Tote Helden Kapitel 1

Es geht los: Das erste Kapitel in Tote Helden von Michael Peinkofer.

Darunter kam ein lederner Beutel zum Vorschein, den er wie einen Schatz an sich presste. Er öffnete den Knebel und zog eine Leier hervor.
»Was soll ich damit?« Der Wirt schüttelte das bullige Haupt, seine Backen hatten längst zu glänzen aufgehört. »Das alte Ding ist keinen Schluck Bier wert!«
»Da irrt Ihr Euch«, versicherte der Fremde, »aber ich hatte auch nicht vor, es einzutauschen. Mein Name ist Rayan, und ich bin Sänger. Als Gegenleistung für eine warme Mahlzeit werde ich Euch und Euren Gästen etwas vorsingen und Euch unterhalten.« (S. 18)

Rayan ist einer der Protagonisten im Auftaktband zu den Legenden von Astray, Tote Helden, von Michael Peinkofer. Er ist ein Sänger, der momentan nicht einfach nur durch die Gegend reist, sondern auf der Suche nach Informationen ist. Wenn er dabei in Wirtshäusern singen und spielen kann, dafür nicht nur Nahrung bekommt, sondern vielleicht auch noch einige Gesprächsfetzen mit anhören kann, ist das natürlich sehr praktisch. Es läuft allerdings nicht immer alles nach Plan und gleich zu Beginn der Geschichte bemerken wir auch, wie das dann aussieht. Die Gäste des Wirtshauses haben sich ein Lied über Seejungfrauen gewünscht, mittendrin muss Rayan allerdings unterbrechen:

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Tote Helden von Michael Peinkofer

Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, mehr Phantastik aus dem deutschsprachigen Raum zu lesen, und hatte das Gefühl, dass es mit Micheal Peinkofer noch einen Autor gibt, mit dem ich eine Lücke schließen sollte. Tote Helden war also mein erstes Buch von ihm und ich habe nun erst recht das Gefühl, dass Peinkofer in jedes gut sortierte Phantastik-Regal gehört. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Reihe um die Legenden von Astray. Der erste Band begleitet zu großen Teilen die Wege zweier Protagonisten, deren Zusammenhang zunächst unklar bleibt. Der fahrende Sänger Rayan scheint auf der Flucht und gleichzeitig auf der Suche nach etwas zu sein, der Zwerg Lorymar Thinkling ist der persönliche Hofnarr des Königs Astyragis pan Tyras.

Cover Tote Helden

Die toten Helden dürfen die ersten Sonnenstrahlen genießen

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Grenzlandtage von Peer Martin und Antonia Michaelis

Cover Grenzlandtage

Dies ist das dritte Buch in Folge, das ich zum Thema Flucht und Geflüchtete gelesen habe. Und trotz der Bilder und Gedanken, die ich dank der beiden vorherigen Bücher Es war einmal Aleppo und Das Schicksal der Sterne noch im Kopf hatte, hat mich auch Grenzlandtage wieder sehr berührt. Auf andere, auf besondere Weise. Peer Martin und Antonia Michaelis haben einen ganz speziellen, träumerischen Schreibstil, mit dem sie ihre Protagonistin Jule auf eine einsame, kleine griechische Insel schicken.
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