Alternativen von Leif Tewes

Alternativen ist ein Buch, das zwischen den zunächst unauffälligen Deckeln eine Geschichte offenbart, die es in sich hat. Weil sie so sehr an unsere politische Realität der letzten Monate und Jahre erinnert, dass es mir beim Lesen Gänsehaut bereitet hat. Der Autor Leif Tewes ist zur Recherche für diesen Krimi in die AfD eingetreten, um die Menschen, die sich dort treffen, mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das ist schon ein ganz neues Level der Selbstaufopferung. Der Protagonist Thomas und seine Erlebnisse entspringen wahrscheinlich zum Teil aus dieser Recherche. Diesen kann man wohl als einen besorgten Bürger bezeichnen und als Konsequenz tritt dieser auf den ersten Seiten des Krimis in die Partei „Die besseren Deutschen“ ein. Neben Thomas begleiten wir in einigen Kapiteln auf noch Farim und den IS sowie Kommissar Berg, der bei der Polizei mit politischen Machenschaften zu tun bekommt.

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Don’t Feed the Trolls von Erica Kudisch

Cover Don't Feed The Trolls

Gaming und queere Themen in *einem* Buch?! In leider nur knapp über 200 Seiten erzählt Erica Kudisch die Gaming- und Real Life-Abenteuer von Daphnis und seinen Mitbewohner*innen und Freund*innen. Es geht damit los, dass Daphnis einen Wettbewerb gewinnt und deshalb nicht nur ein Ticket für eine Convention bekommt, sondern dort auch noch den Entwickler seines liebsten MMORPGs treffen kann. Womit sie nicht gerechnet hat — zu Beginn des Buchs nutzt Daphne noch weibliche Pronomen —, ist die Reaktion der anderen Spieler auf ihrem Server. Sie hassen Duchess Fatiguee dafür, dass sie den Contest gewonnen hat, und drohen deshalb auch gleich noch der Spielerin, die sie hinter diesem weiblichen Rollenspielcharakter erwarten.
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Drei Bücher, die dich nach Island bringen

Vor kurzen habe ich ein Buch gelesen, das mir aufgrund der dichten und packenden Atmosphäre Angst vor einem Land, mich aber gleichzeitig auch noch sehr viel neugieriger darauf gemacht hat. Ich konnte bisher noch nicht genau begründen, warum es immer dieses Land ist, das diese Faszination in mir auslöst, aber das muss ich auch gar nicht. Es ist so und das reicht. Ganz bewusst habe ich erst drei Bücher gelesen, die in Island spielen – und das ist auch das Land, von dem ich rede. Ein Fantasy-Kinderbuch, einen historischen Roman, der eine reale Geschichte erzählt, und einen Thriller, der hoffentlich nichts mit der Realität zu tun hat.

Skógar

Island, wie viele von euch es sich vielleicht vorstellen. Diese Häuser stehen in Skógar, ein Dorf mit ungefähr 25 Einwohner*innen. (Foto: Pixabay)

Island scheint ein ganz besonderes Land zu sein, in meinem Kopf ist es das jedenfalls. Ich war noch nie dort und alles was ich davon höre oder lese, macht diese Insel für mich nur noch geheimnisvoller. Relativ kleine Fläche, darauf ziemlich wenige Menschen, ein ganz anderes Leben, als ich es kenne.

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Fayra — Das Herz der Phönixtochter von Nina Blazon

Wann immer Nina Blazon ein Buch für junge Leser*innen herausbringt (korrigiere: wann immer sie ein Buch herausbringt, egal für welche Zielgruppe), bin ich bereits verzückt, wenn ich den Klappentext auch nur anlese. Bei Fayra — Das Herz der Phönixtochter war es wieder genauso. Ein altes Herrenhaus und ein geheimnisvoller Park dahinter? Das kann ja nur atmosphärisch genial werden. Zudem mochte ich die jungen Charaktere in Nina Blazons Romanen bisher jedes Mal sehr gern, weil diese immer sehr vielschichtig waren. So ist es auch bei der ruhigen und auf ihre ganz eigene Weise mutigen Protagonistin Anna-Fee in dieser Geschichte.

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Gegen Rechts auf der Frankfurter Buchmesse

In der Planung der Frankfurter Buchmesse 2017 ist noch sehr viel mehr schief gelaufen, als ich anfänglich befürchtet hatte. Verlage, die rechtsextreme Texte und Bücher verkaufen, durften diese an ihren Ständen anpreisen und gewaltbereite Menschen aus dem rechtsextremen Spektrum, der Identitären Bewegung und der AfD einladen. Als Gegenpol wurden linke Verlage und Stiftungen ganz in der Nähe der rechten Verlage positioniert.
„Jaja, macht ihr mal nur“, dachte sich da wohl die Buchmesse, „wenn ihr dort mit euren Ständen gegen Rechts kämpft, dann wird das schon reichen.“ Und damit hat sich die Buchmesse schön aus der Affäre gezogen, anderen Ständen die Verantwortung übergeben und hatte selbst keine Arbeit mehr. Hinterher kann man ja immer noch sagen: Die Linken haben zu wenig gemacht. Wahlweise auch gern: Die Linken haben angefangen. Oder auch: Eine schwurbelige Pressemitteilung verfassen, die ganz in Trump-Manier „beiden Seiten“ die Schuld in die Schuhe schiebt, aber Hauptsache nicht sich selbst. Rechte Verlagsstände und Veranstaltungen wurden hier von offiziellen Sicherheitskräften der Messe Frankfurt sowie von selbsternannten Securitys beschützt, Gegendemonstrant*innen wurden, wie beispielsweise am Samstagabend, des Geländes verwiesen.

#fbm17 #verlagegegenrechts

#verlagegegenrechts-Lesezeichen, mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es bei Zoë Beck.

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