Wie wird aus einem Buch ein Lieblingsbuch?

Zum Thema Lieblingsbücher habe ich mal den Satz geäußert: „Ein Buch ist bei mir nur dann ein Lieblingsbuch, wenn ich es mehrmals gelesen habe.“ Denn wenn mir ein Buch so gut gefällt, dass es zum Lieblingsbuch werden könnte, lese ich es automatisch noch ein weiteres Mal. Und noch mal. Und nächstes Jahr noch mal. Aber auch beim ersten Lesen muss doch etwas passieren, das mir so viel Sehnsucht nach einer Geschichte bereitet, dass ich dieses Buch direkt nach dem Auslesen noch mal lesen möchte. Ich möchte also hiermit versuchen eine mögliche Definition zu finden, wie aus einem Buch ein Lieblingsbuch wird.

Wenn das alles ein Spiel ist, sind wir verloren. Wenn nicht — erst recht.
(aus: Spieltrieb von Juli Zeh)

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Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky

Cover Baba Dunjas letzte Liebe

Alina Bronsky gehört zu den wenigen Autorinnen, von denen ich ungesehen jede Neuerscheinung sofort kaufe, und die mich deshalb schon viele Jahre lang begleitet. Dass mir ihre Bücher so sehr gefallen, liegt an den außergewöhnlichen Themen, die sie behandelt, und auch an der Art und dem Stil, wie sie ihre Figuren, deren Denken und Handeln erzählt. Nach der Katastrophe von Tschernobyl kehrt Baba Dunja wieder in ihr altes Dorf zurück. Sie wurde damals gezwungen es zu verlassen, hat es in der Stadt aber nicht lange ausgehalten. Sie ist eh schon alt, denkt sie sich, was soll das bisschen Strahlung denn noch ausrichten können? Andere Menschen erfahren aus der Zeitung oder dem Fernsehen, dass Baba Dunja wieder in Tschernowo wohnt, tun es ihr gleich und alte sowie neue Gesichter beleben das Dorf wieder. Das Wasser kommt aus dem Brunnen, Strom haben sie auch, eine Telefonleitung nicht. Sie können von Glück reden, dass der Bus an der zwei Stunden entfernten Haltestelle noch regelmäßig fährt, aber die Gärten werfen auch genügend Obst und Gemüse ab, solange man alles per Hand bestäubt. Die Bienen sind nämlich noch nicht zurückgekehrt.

In der Nacht weckt mich wieder Marjas Hahn Konstantin. […] Seine innere Uhr ist durcheinander, schon immer gewesen, aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat. Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt, verantwortlich machen.

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Gemeinsam lesen #4: Beautiful Music for Ugly Children

Gemeinsam lesen

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt.

Diese Woche: Beautiful Music for Ugly Children von Kirstin Cronn-Mills

 

Cover Beautiful Music for Ugly Children1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Beautiful Music for Ugly Children von Kirstin Cronn-Mills und bin bei 44% des Ebooks, ca. Seite 118 von 263. Es wurde bisher leider nicht ins Deutsche übersetzt. Hier ist der Klappentext:

„This is Beautiful Music for Ugly Children, on community radio 90.3, KZUK. I’m Gabe. Welcome to my show.“

My birth name is Elizabeth, but I’m a guy. Gabe. My parents think I’ve gone crazy and the rest of the world is happy to agree with them, but I know I’m right. I’ve been a boy my whole life.

When you think about it, I’m like a record. Elizabeth is my A side, the song everybody knows, and Gabe is my B side–not heard as often, but just as good.

It’s time to let my B side play.

(Quelle: Flux)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Elvis is stupid as hell.

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