Antidepressiva, ein persönlicher Bericht #wspd2018

Ein Mädchen mit braunen Haaren, einem blauen Kleid, das ein Buch umklammert und nach unten blickt. Im Hintergrund ein Wald, Bäume mit knorrigen Ästen.

Es war nicht einfach diesen Beitrag zu schreiben und es ist der persönlichste Text, den ich je geschrieben habe. Ich habe Angst davor ihn zu veröffentlichen. Letzte Woche war der #wspd2018, der World Suicide Prevention Day 2018. Dieser Artikel reiht sich in viele weitere Texte zum Thema ein, einige davon werde ich unten verlinken.

Ich nehme seit etwas mehr als vier Wochen jeden Tag eine Tablette. Es handelt sich dabei um SSRI (Selective serotonin reuptake inhibitors, deutsch: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), die mir nach vielen Rückschlägen vom Hausarzt verschrieben wurden. Dieses Medikament hat mir das Leben gerettet oder, wenn das zu dramatisch klingt, es hat mir mein Leben so krass erleichtert, dass ich meinen Alltag momentan kaum wiedererkennen kann. Ich möchte hier über Vorher und Nachher schreiben, über meinen Alltag mit Depression und über meinen Alltag mit Depression und Antidepressivum. Ich bin keine Fachperson und kann hier nicht aus einer medizinischen Position schreiben, sondern nur über meine eigenen Erfahrungen berichten. Bitte beachtet das beim Lesen. Bitte achtet beim Lesen auch auf euch selbst und auf eure Stimmung. Viele Erfahrungen, die ich hier schildere, enthalten Suizidgedanken (aber keinen Suizidversuch oder ähnliche Beschreibungen). Für den gesamten Beitrag gilt also:

CN Depression, (passive) Suizidgedanken

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