Gegen Rechts auf der Frankfurter Buchmesse

In der Planung der Frankfurter Buchmesse 2017 ist noch sehr viel mehr schief gelaufen, als ich anfänglich befürchtet hatte. Verlage, die rechtsextreme Texte und Bücher verkaufen, durften diese an ihren Ständen anpreisen und gewaltbereite Menschen aus dem rechtsextremen Spektrum, der Identitären Bewegung und der AfD einladen. Als Gegenpol wurden linke Verlage und Stiftungen ganz in der Nähe der rechten Verlage positioniert.
„Jaja, macht ihr mal nur“, dachte sich da wohl die Buchmesse, „wenn ihr dort mit euren Ständen gegen Rechts kämpft, dann wird das schon reichen.“ Und damit hat sich die Buchmesse schön aus der Affäre gezogen, anderen Ständen die Verantwortung übergeben und hatte selbst keine Arbeit mehr. Hinterher kann man ja immer noch sagen: Die Linken haben zu wenig gemacht. Wahlweise auch gern: Die Linken haben angefangen. Oder auch: Eine schwurbelige Pressemitteilung verfassen, die ganz in Trump-Manier „beiden Seiten“ die Schuld in die Schuhe schiebt, aber Hauptsache nicht sich selbst. Rechte Verlagsstände und Veranstaltungen wurden hier von offiziellen Sicherheitskräften der Messe Frankfurt sowie von selbsternannten Securitys beschützt, Gegendemonstrant*innen wurden, wie beispielsweise am Samstagabend, des Geländes verwiesen.

#fbm17 #verlagegegenrechts

#verlagegegenrechts-Lesezeichen, mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es bei Zoë Beck.

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