J.K. Rowling hat sich selbst vom Thron gestoßen

Ein Foto, auf dem fünf Harry Potter-Bände zu sehen sind, die auf grünem Rasen stehen

Die ersten Ausgaben der Harry Potter-Bände, die ich damals häufig gelesen habe. Band 3 und 4 besaß ich in dieser Ausgabe nie, habe sie aber einige Male in der Bücherei oder bei einer Freundin ausgeliehen.

CN: Erwähnungen und Beispiele von Homo- und Transfeindlichkeit, Erwähnung von Gewalt

Viele Jahre habe ich J.K. Rowling als Lieblingsautorin bezeichnet. Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen und möchte diese Geschichten nicht mehr missen. Wenn andere Leute diese Bücher noch nicht kannten, habe ich sie so lange bequatscht, bis sie sie endlich lesen wollten. Ich habe ein Tattoo mit einem Zitat aus Harry Potter. All das würde ich jetzt nicht mehr machen oder behaupten. Denn ich habe angefangen zu verfolgen, was Rowling beispielsweise auf Twitter sonst noch so äußert, und bemerkt: hey, da ist ziemlich viel echt uncool, und mittlerweile will ich einfach nichts mehr von ihr wissen.

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Queens of Geek von Jen Wilde

Durch meine letzten Lesemonate zieht sich ein sehr schönes Muster. Ich lese vermehrt Geschichten mit queeren Figuren, häufig von own voices-Autor*innen (also solchen, die selbst auch queer sind), und bin bei der Lektüre immer sehr begeistert. Auch bei Queens of Geek war es so. Im Buch werden nur ein paar wenige Tage erzählt und die Handlung selbst gibt nicht rasend viel her, das wird durch die Charaktere allerdings auf jeder einzelnen Seite wieder gutgemacht.

„Drei Freund*innen, zwei Liebesgeschichten, eine Convention“, so wird die Geschichte auf dem Cover angepriesen. Charlie, Taylor und Jamie kommen aus Australien und besuchen gemeinsam die SupaCon in den USA. Erzählt werden die Erlebnisse immer abwechselnd aus der Sichtweise von Charlie und von Taylor. Beide Mädchen sind beste Freundinnen und dabei so, so unterschiedlich. Ich mochte die Dynamik sehr, die dadurch in das Buch gebracht wurde. Die Geschichte selbst fokussiert sich nämlich tatsächlich nur auf diese drei Tage auf der Convention und bietet dadurch gar nicht so viel Abwechslung. Dafür ganz viel Fangirling-Feeling, geek-ige Querverweise auf verschiedene Fandoms, Tumblr und Cosplay, Queerness und frische Verliebtheit.

Cover Queens of Geek

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Wie wird aus einem Buch ein Lieblingsbuch?

Zum Thema Lieblingsbücher habe ich mal den Satz geäußert: „Ein Buch ist bei mir nur dann ein Lieblingsbuch, wenn ich es mehrmals gelesen habe.“ Denn wenn mir ein Buch so gut gefällt, dass es zum Lieblingsbuch werden könnte, lese ich es automatisch noch ein weiteres Mal. Und noch mal. Und nächstes Jahr noch mal. Aber auch beim ersten Lesen muss doch etwas passieren, das mir so viel Sehnsucht nach einer Geschichte bereitet, dass ich dieses Buch direkt nach dem Auslesen noch mal lesen möchte. Ich möchte also hiermit versuchen eine mögliche Definition zu finden, wie aus einem Buch ein Lieblingsbuch wird.

Wenn das alles ein Spiel ist, sind wir verloren. Wenn nicht — erst recht.
(aus: Spieltrieb von Juli Zeh)

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