Phantastik von Schwarzen Autorinnen: zwei Empfehlungen

Seit vielen Jahren lese ich fast täglich und der überwiegende Anteil meines Lesejahrs besteht aus Phantastik-Titeln. Ich habe nicht schon immer darauf geachtet, wer die Bücher geschrieben hat, die ich gern lese. Zwischendurch sind einige Autor*innen heraus gestochen und dann habe ich gezielt deren Werke gekauft, wie man das eben mit Lieblingsautor*innen so macht. Ansonsten habe ich Klappentexte gelesen oder mir etwas empfehlen lassen. Und so kam es, dass mein Bücherregal irgendwann aussah wie viele andere auch: Bücher von weißen, männlichen Autoren reihten sich aneinander. Das zu bemerken, hat etwas gedauert, aber vor ein paar Jahren kam die Eingebung: Cindy, achte doch mal mehr drauf, von wem du liest! Also fing ich an, meine Regale diverser zu gestalten: mehr Autorinnen, mehr queere Autor*innen, mehr Autor*innen of Color, mehr Schwarze Autor*innen. Seitdem ich gezielt darauf achte, habe ich einige wirklich tolle Romane gelesen und ich möchte euch heute zwei Werke aus der Phantastik vorstellen, die von Schwarzen Frauen geschrieben wurden. Children of Blood and Bone: Goldener Zorn von Tomi Adeyemi reiht sich in die Fantasy ein, Zerrissene Erde von N.K. Jemisin ist ein Science Fiction und Endzeit-Roman. Es freut mich, dass deutschsprachige Verlage immer mehr diverse Bücher verlegen und vieles davon auch übersetzen lassen, sodass Leser*innen hier die Chance bekommen, diese Werke zu lesen und andere Sichtweisen kennenzulernen.

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Dark Wood von Thomas Finn

Cover Dark Wood

Es gibt sie, diese Autor*innen, die mich in der Vergangenheit mit ihren Büchern so begeistern konnten, dass ich jedes (neue) Buch von ihnen lesen würde. Tom Finn gehört zu ihnen, und das war zunächst der Grund, warum ich ein Buch, auf dessen Cover der Bergiff „Horrorthriller“ steht, lesen wollte. Als Angsthase. Ganz furchtbarer Angsthase. In Dark Wood gab es natürlich auch einige Momente, in denen ich dachte: Okay, es wäre viel cooler, wenn es jetzt hier nicht so dunkel und leise wäre. Allerdings auch viele humorvolle und skurrile Situationen, die die Gruselstimmung aufgelockert haben. Es war gut, dass ich mich getraut habe, trotz Horror.
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