Phoenix — Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick

Cover Phoenix - Tochter der Asche

Für Phoenix — Tochter der Asche hat Ann-Kathrin Karschnick 2014 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman in Empfang nehmen dürfen, deshalb war ich natürlich umso gespannter auf dieses Buch. Ann-Kathrin selbst hat ihre Phoenix-Reihe auf einer Lesung mal als Teslapunk-Dystopie beschrieben, klingt nach einem geilen Konzept, oder? Teslapunk ist wie Steampunk, nur eben nicht mit Dampfmaschinen, sondern mit den Erfindungen von Nicola Tesla. Die Geschichte selbst hat zwei Protagonisten, deren Sichtweisen abwechselnd erzählt werden: Zum einen den Ermittler der Kontinentalarmee Leon, der eine ungewöhnliche Mordserie aufklären soll, zum anderen die Phoenix Tavi, eine der letzten ihrer Art in Hamburg, wenn nicht gar ganz Europa, die ihr wahres Ich unbedingt vor der Kontinentalarmee und den herrschenden Saiwalo verstecken muss.
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Blogtour „Die Augen des Iriden“ — Interview mit Illustrator Timo Kümmel

Blogtour Die Augen des Iriden

Herzlich Willkommen zum dritten Tag der Blogtour zu Maja Loewes Die Augen des Iriden. Dieses Jugendbuch ist eine wunderbare Mischung aus rasantem Thriller und kreativer Urban Fantasy mit jungen und älteren Menschen als Protagonisten, die eine Verschwörungstheorie entdecken, die nicht nur unglaublich spannend und verzwickt ist, sondern auch sehr erschreckend. Ich habe das Buch damals an einem Wochenende durchgelesen, weil es mich nicht mehr losgelassen hat. Meine weiteren Gedanken dazu könnt ihr in meiner Rezension nachlesen. Alle weiteren wichtigen Links und Infos zur Blogtour folgen ganz unten.

Die heutige Blogtour-Station nimmt den Illustrator Timo Kümmel, der dieses einzigartige Cover gestaltet hat, unter die Lupe. Ich habe ihm ein paar Fragen zu seinem Arbeitsprozess und natürlich auch zu Die Augen des Iriden gestellt. Timo Kümmel ist freiberuflicher Illustrator und wurde für seine Werke schon mehrfach für diverse Preise nominiert (dieses Jahr wieder für den Deutschen Phantastik Preis) und auch ausgezeichnet (gerade vor ein paar Tagen zum zweiten Mal beim Kurd Laßwitz Preis). Vor ein paar Tagen ist zudem die 33. Ausgabe des Magazins EXODUS erschienen, in der seine Werke in der Galerie gezeigt werden.

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Chronik der Hagzissa von Sandra Baumgärtner

Cover Chronik der Hagzissa

Es ist eine Wohltat dieses Buch in den Händen zu halten. Das digitale Cover oder auch ein Foto vom Buch mögen es gar nicht richtig zeigen, doch diese Ausgabe ist eine ganz besondere. Es handelt sich um ein Smartcover, ein gebundenes Buch mit einem weichen Umschlag, das einfach richtig angenehm in der Hand liegt. Hier kommt noch die Lederoptik und auch Haptik dazu. Das Ziel ein altes in Leder gebundenes Buch darzustellen, ist super gelungen. Sollte es die Überlegung geben, ob man sich das Ebook oder die Printausgabe kaufen möchte, plädiere ich ganz laut für letzteres.

In Chronik der Hagzissa geht es um Hanna, eine junge Frau, die im Heim aufgewachsen ist, nun zusammen mit ihrer besten Freundin Juls in einer WG wohnt und ein übernatürliches Geheimnis hat: Sie kann Heiligenscheine auf den Köpfen aller Menschen sehen. Diese haben jeweils andere Farben und Stärken und können unter anderem auch anzeigen, dass die Person bald stirbt. Nur ihre Freundin Juls weiß davon. Zur Zeit arbeitet Hanna nur des Geldes und der Beschäftigung wegen in einem Krankenhaus und bekommt zu Beginn dieser Geschichte einen neuen Vorgesetzten. Doktor Wolf Hörling eilt sein Ruf voraus: Er ist ein unglaublich gut aussehender Mann und alle Kolleginnen sind vollkommen aus dem Häuschen. Hanna ist überhaupt nicht an ihm interessiert, aber ausgerechnet sie bittet der neue Arzt um ein Date. Ab diesem Zeitpunkt scheinen die Menschen um Hanna herum plötzlich verrückt zu spielen und sich seltsam zu benehmen, sogar ihrer Oma ist es plötzlich ganz wichtig, ihr etwas Geheimnisvolles mitzuteilen.
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Alania — Das Lied der Geister von Caroline G. Brinkmann

Cover Alania

Mit Alania — Das Lied der Geister entführt uns Caroline G. Brinkmann wieder in die Welt von Argorn, in diesem zweiten Band allerdings nicht zu Kobrin, sondern zu anderen Charakteren, die man im ersten Band schon kennengelernt hat: zu Alania, der kleinen Cousine von Kobrin; zu Fergulas, der sich im ersten Band nicht gerade durch seine Freundlichkeit ausgezeichnet hat; und zu Milas, einem Tiranen im Dienste der Nox. Durch diesen Aufbau erfahren wir in diesem Buch nicht etwa, wie es nach Kobrins Abenteuer weitergeht, sondern was bei den anderen passiert ist, während Kobrin und Daidalor unterwegs waren.

Zugegeben: Zu Beginn von Alania war ich etwas enttäuscht, dass man hier nicht zu Kobrin zurückkehrt, einfach weil ich sie im ersten Band so gern hatte und natürlich auch wissen wollte, wie es nun bei ihr weitergeht. Doch relativ schnell habe ich mich an die neuen Umstände in dieser Geschichte gewöhnt, denn auch die ehemaligen Nebencharaktere bergen viele interessante Charakterzüge und Geheimnisse.

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Die Augen des Iriden von Maja Loewe

Cover Die Augen des Iriden

Die Augen des Iriden wird vom Verlag als Jugendroman voller Action und Verschwörungstheorien angepriesen und nach dem Lesen kann ich guten Gewissens sagen: Die lügen nicht. Ich hätte das Buch gern in einem Rutsch durchgelesen, wenn die Zeit es erlaubt hätte, weil es mich vor lauter Spannung so sehr mitgerissen hat. Die Verschwörung, das ganze Drumherum und die schiere Größe dieser Geschichte haben mich so hilflos fühlen lassen, was normalerweise natürlich kein angenehmes Gefühl ist, hier aber dazu geführt hat, dass ich mich gedanklich komplett in die Geschichte gestürzt habe.

Dieser Roman dreht sich um Henry und seine Chat-Freundin Valeska. Nachdem sein Vater an seinem sechsten Geburtstag spurlos verschwunden ist, leidet seine Mutter an Verfolgungswahn und lässt Henry kaum noch raus. Er wird Zuhause unterrichtet und hat als gleichaltrige Ansprechperson nur Valeska, die zwar auf ein Internat geht, sich dort allerdings ähnlich einsam fühlt. Beide haben genug an ihrer eigenen Vergangenheit zu knabbern und ihre Schicksale verweben sich an Henrys sechszehntem Geburtstag noch mehr: Bei Henry taucht eine angebliche Vertretungslehrerin auf und setzt ihm ein seltsames Gemälde vor, in Valeskas Internat begeht ein Junge Selbstmord, woraufhin sie eine Pistole in ihrem Schrank findet und vor lauter Panik flüchtet. Natürlich zu Henry.
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