Don’t Feed the Trolls von Erica Kudisch

Cover Don't Feed The Trolls

Gaming und queere Themen in *einem* Buch?! In leider nur knapp über 200 Seiten erzählt Erica Kudisch die Gaming- und Real Life-Abenteuer von Daphnis und seinen Mitbewohner*innen und Freund*innen. Es geht damit los, dass Daphnis einen Wettbewerb gewinnt und deshalb nicht nur ein Ticket für eine Convention bekommt, sondern dort auch noch den Entwickler seines liebsten MMORPGs treffen kann. Womit sie nicht gerechnet hat — zu Beginn des Buchs nutzt Daphne noch weibliche Pronomen —, ist die Reaktion der anderen Spieler auf ihrem Server. Sie hassen Duchess Fatiguee dafür, dass sie den Contest gewonnen hat, und drohen deshalb auch gleich noch der Spielerin, die sie hinter diesem weiblichen Rollenspielcharakter erwarten.
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Beautiful Music for Ugly Children von Kirstin Cronn-Mills

Cover Beautiful Music for Ugly Children

Das Thema trans ist eines, über das ich vor der Lektüre von Beautiful Music for Ugly Children nur wenig wusste, abgesehen von Dingen, die man so nebenbei mitbekommen kann: Hormone, Operationen, Brust-Binder, etc. Und natürlich die tiefe Schlucht der Reaktionen: Hass, Ablehnung und Gewalt vs. Soll doch jeder das machen, was glücklich macht, Mensch bleibt Mensch. In diesem Buch, das aus der Sicht von Gabe, in dessen Pass noch der Name Elizabeth steht, geschrieben ist, bekommt man eine ordentliche Portion beider Seiten und noch so viel mehr. Einen Einblick in Gabes Gedanken und Gefühle, seine Ängst, seine Zukunftspläne. Und ganz viel Liebe zur Musik.

Gabe steht kurz vor seinem Highschoolabschluss und fiebert schon seit langem auf die Zeit danach hin. Dann soll es nur noch Gabe geben, ein kompletter Neuanfang irgendwo, wo niemand Elizabeth kannte. Vor ein paar Wochen hat er seinen Eltern und seinem Bruder verkündet, dass er ab jetzt nur noch Gabe ist. Nach etlichen Wochen nennen sie ihn immer noch Liz und in die Augen schauen ist sowieso nicht mehr drin. Seine beste Freundin Paige jedoch kommt zum Glück ziemlich gut mit dieser Veränderung klar. Gabes Nachbar John, ein ehemaliger DJ, der wie ein Opa für ihn ist, hat ihm einen Sendeplatz bei einem Radiosender organisiert, damit Gabe seiner größten Leidenschaft nachgehen kann: Gute Musik hören (und sie nebenbei unter die Leute bringen). Die Sendung nennt sich Beautiful Music for Ugly Children und findet schnell Anklang und sogar richtige Groupies, die auf jede Nachricht von Gabe warten und seine kleinen wöchentlichen Aufgaben erledigen (und zum Beispiel eine Party für Gartenzwerge veranstalten).
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